Willkommen im Datenportal Gerontologie!
Das Kompetenzzentrum für Gerontologie und Gesundheitsforschung an der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems erarbeitet im Auftrag des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) datenbasierte wissenschaftliche Grundlagen und Erkenntnisse für ein gesundes Altern und eine gute Lebensqualität in der Lebensphase Alter, mit einem regionalen Fokus auf Niederösterreich. Dabei stehen soziodemografische Fragestellungen im Zentrum:
- Was bedeutet demografische Alterung, und welche Ursachen und Folgen hat diese?
- Wie wird sich die Altersstruktur der niederösterreichischen Bevölkerung verändern?
- Wie wird sich die Zahl der Höchstaltrigen entwickeln, z.B. jene der 100-Jährigen?
und Fragen des guten, aktiven Alterns:
- Welche digitalen Kompetenzen haben ältere Menschen?
- Welche Verantwortung kann eine Caring Community übernehmen?
- Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Alter und gefühlter Einsamkeit?
Die folgende Animation zeigt den Verlauf und die Prognose der Altersstruktur der österreichischen und niederösterreichischen Bevölkerung für die Jahre 1952 bis 20801. Der Anteil der Personen im Alter von über 65 Jahren stieg in Österreich von 1952 bis 2024 von 10,7% auf 19,8% und wird lt. Prognose bis 2041 auf 26,8% steigen – für Niederösterreich wird ein Anstieg auf 29,0% erwartet.
1 Daten: STATcube der Statistik Austria, Stand: 1.1.2024
Ziele des Datenportals
Der demografische Wandel als Herausforderung für Gesundheits- und Sozialpolitik
Der demografische Wandel hat weitreichende Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Teilbereiche und sämtliche Lebensphasen, auch und speziell auf die Phase des Alters. Zu beobachten ist ein Wandel der privaten Lebensformen, der Wohnverhältnisse, der Möglichkeiten und Formen sozialer Teilhabe, sowie des Einflusses des technologischen Fortschritts in vielen Lebensbereichen. Die sozialen Veränderungen beeinflussen direkt und indirekt die Rahmenbedingungen des Alterns, das Leben der älteren Bevölkerung und die sozialen Beziehungen zwischen den Generationen.
Beobachtung und Vorausschau mit empirischen Daten
In diesem komplexen Geschehen liegt die Herausforderung für die Gesundheits- und Sozialpolitik darin, die medizinischen Versorgungsstrukturen und die Bedingungen für ein aktives und gesundes Leben im Alter vorausschauend und evidenzbasiert zu gestalten. Erforderlich dafür ist eine gesicherte empirische Datenbasis zur Beobachtung der aktuellen Situation und zur Erstellung von Prognosen über die weitere Entwicklung. Die vergangenen Jahre waren von einem starken Wachstum des Bestands an offen zugänglichen sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Daten gekennzeichnet, und der Zunahme an Möglichkeiten zur Untersuchung relevanter Fragestellungen durch Sekundäranalysen, also den Rückgriff auf vorhandene Daten unterschiedlichen Ursprungs und Formats, z.B. länderübergreifende Erhebungen im Quer- und Längsschnittdesign zu Gesundheits- und Altersthemen, z.B. den Daten der Österreichischen Gesundheitsbefragung ATHIS und der Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe SHARE oder mit Mikro- und Registerdaten der offiziellen Statistik (Statistik Austria).
Auftrag des Datenportals
Das Datenportal Gerontologie ist ein Projekt des Kompetenzzentrums und befasst sich mit der Recherche, Aufbereitung, statistischen Analyse und Visualisierung alters- und gesundheitsbezogener Daten zur Beschreibung der Lebenssituation älterer Menschen in Niederösterreich, und der themenspezifischen Auswertung von Daten aus Projekten des Kompetenzzentrums. Ziel des Datenportals ist es, Entscheidungsträger:innen, und der gerontologischen Forschung ein detailliertes, empirisch fundiertes Bild des Alterns und der Alternden in Niederösterreich zu vermitteln. Das Projekt trägt dabei zur Erfüllung des Stiftungszwecks bei,
dem “Aufbau einer umfassenden Datenbasis auf Regionsebene für die Bevölkerung ab 60 (sechzig) Jahren, insbesondere die Erhebung sozio-demographischer gesundheitsbezogener und ökonomischer Daten (Festlegung der Parameter in Abstimmung mit dem NÖGUS).” (Stiftungsvertrag Abschnitt 2.2.3).
Herausgeber:innen
An der Erarbeitung der Inhalte und Gestaltung der Webseite arbeiten Mitarbeiter:innen des Kompetenzzentrums für Gerontologie und Gesundheitsforschung der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems, als auch externe Kooperationspartner:innen, insbesondere:
