Digitalisierung und Alter

Autor:in

Dr. Vera Gallistl-Kassing BA MA

In Österreich ist der Anteil jener Personen, die digitale Technologien und damit das Internet nutzen, in den letzten Jahrzehnten stetig im Steigen begriffen. So liegt der Anteil jener Personen über 50 Jahren, die das Internet in den letzten sieben Tagen benutzt haben, in Österreich bei 70% und damit leicht über dem europäischen Durchschnitt (siehe Abbildung 1, eigene Darstellung des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) (Börsch-Supan, 2022). Gleichzeitig zeigen sich weiterhin soziale Ungleichheiten, die vor allem die höheren Altersgruppen und Personen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status betreffen (Zilian & Zilian, 2020).

Abbildung 1: Anteil der Befragten, die in den letzten 7 Tagen das Internet verwendet haben (Börsch-Supan, 2022 SHARE Welle 8, 2020, Bevölkerung über 50 Jahren)

Digitale Kompetenzen und digitale Kluft

Eine Herausforderung aktueller Forschung an der Schnittstelle von Alter(n) und Digitalisierung ist es dabei, dass kaum differenzierte Daten zur Internetnutzung älterer Menschen in Österreich vorliegen. Um das digitale Leben älterer Menschen in vollem Maße durch Forschung sichtbar zu machen, braucht es Daten, die Zugangsbarrieren, die ältere Menschen zu digitalen Inhalten erleben – vor allem jener, die das Internet nicht oder nur selten nutzen – beschreiben zu können. So hat qualitative Forschung darauf hingewiesen, dass auch ältere Nicht-Nutzer:innen sich auf vielfältige Arten mit dem Internet auseinandersetzen (Dolničar et al., 2018; Gallistl et al., 2021). Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass mit der zunehmenden Anzahl an Internetnutzer:innen auch neue Formen der digitalen Ungleichheit innerhalb der Gruppe der Nutzer:innen entstehen, erkennbar etwa an der Frage, welche Gruppen Zugang zu neuen Endgeräten haben (Gonzales et al., 2021).

Das Forschungsprojekt „Bildung und digitale Kompetenzen im Alter” hat im Herbst 2021 erstmals repräsentative und differenzierte Daten zur Internetnutzung und den digitalen Kompetenzen älterer Zielgruppen in Österreich erhoben. Im Herbst 2021 wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eine repräsentative Telefonbefragung mit 814 über-65-jährigen Österreicher:innen durchgeführt. Leitende Fragen waren dabei:

  1. Besteht in Österreich eine digitale Spaltung zwischen Jüngeren und Älteren?

  2. Wie wird das Internet in höheren Altersgruppen (65+ Jahre) genutzt und zeigen sich dabei sozio-ökonomische Differenzierungen?

  3. Welche digitalen Kompetenzen haben ältere Menschen in Österreich und wie können diese gefördert werden?

Wie lassen sich digitale Kompetenzen im Alter definieren?

Neben Lesen, Schreiben und Rechnen zählt auch die digitale Kompetenz im Alter zu den acht Schlüsselkompetenzen die Personen für die persönliche Entwicklung, soziale Teilhabe und gesundheitsbewusste Lebensgestaltung benötigen (Rat der Europäischen Union, 2018). Im Einklang mit dem Bundesplan für Seniorinnen und Senioren (BMASK, 2012) und den Richtlinien für die allgemeine Seniorenförderung (BMASGK, 2016) setzt sich Österreich zum Ziel einen flächendeckenden Zugang zu digitalen Geräten zu schaffen, da digitale Kompetenzen und Bildung im Alter als zentral für die Lebensqualität und soziale Teilhabe gelten.

Eine deutliche Herausforderung für die Forschung in diesem Bereich ist es dabei, digitale Kompetenzen zu definieren und zu messen. Für das Forschungsprojekt wurde auf Basis eines Reviews bestehender Definitionen digitaler Kompetenzen eine Definition digitaler Kompetenzen im Alter entwickelt und Daten zu den jeweiligen Kompetenzbereichen erhoben. Tabelle 1 listet die verschiedenen Definitionen und macht einen Vergleich der einzelnen Dimensionen digitaler Kompetenz möglich. In der letzten Spalte werden basierend auf dem Vergleich die fünf Dimensionen der digitalen Kompetenz im Alter erläutert.

Tabelle 1: Vergleich der fünf Modelle zur digitalen Kompetenz (© Kolland, Bohrn, Rohner, Greber, Gallistl 2022)

Bezeichnung der Def.

DigComp 2.2 AT

Technik- und Medienkompetenz im Alter

Digitale Souveränität

Digital Competence

Digitale Praxisformen

Verfasser:in

Österreichisches Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftstandort

Bubolz-Lutz & Stiel

Deutsches Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ferrari

Kolland, Bohrn, Rohner, Greber, Gallistl

Erscheinungsjahr

2021

2018

2020

2012

2022

Fachbereich

Kinder- und Erwachsenenbildung

Geragogik

Gerontologie

Weiterbildung

Geragogik

Dimension 1

Grundlagen und Zugang
Konzepte der Digitalisierung verstehen, Digitale Geräte bedienen

Medien- und Gerätekunde Wissen über vorhandene Technologien und Medien sowie die Fähigkeit, diese bedienen zu können.

Bedienkompetenz
Die Installation und Handhabung von Produkten und Anwendungen.

Wissen, Bewusstsein, Einstellungen, und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Technologien und Medien

Informationspraxis Wissen über vorhandene Technologien und Medien, sowie die Fähigkeit die Geräte bedienen zu können. Entwickeln Strategien und Einstellungen zu diesen, umfasst auch bewusste Entscheidung zur Nicht-Nutzung.

Dimension 2

Umgang mit Informationen und Daten
Daten, Informationen und digitale Inhalte recherchieren, suchen und verwalten und kritisch bewerten

Medien- und Techniknutzung: Die tatsächliche passive und aktive Nutzung von Technologien und Medien

Die Fähigkeit mit Informationen effektiv, effizient und angemessen umzugehen, zu kommunizieren und mit anderen Personen zu kollaborieren.

Nutzungspraxis
Die tatsächliche passive und aktive Nutzung von Technologien und Medien

Dimension 3

Kommunikation und Zusammenarbeit
Mithilfe digitaler Technologien kommunizieren, Informationen teilen, Ein- und Verkäufe durchführen, für die gesellschaftliche Teilhabe verwenden

Dimension 4

Kreation digitaler Inhalte Digitale Inhalte entwickeln, programmieren, integrieren

Medien- und Technikgestaltung: Die Fähigkeit, kreativ mit Technologien und Medien umzugehen und nach eigenen Wünschen zu gestalten

Gestaltungskompetenz:
Die kreative Nutzung und Gestaltung im Kontext der je individuellen Routinen, Gewohnheiten und Präferenzen.

Kreative Geräte und Medien gestalten und digitalen Inhalten teilen.

Gestaltungspraxis Ältere verfügen über die Fähigkeit kreativ mit Technologien und Medien umzugehen und diese nach eigenen Wünschen zu gestalten

Dimension 5

Sicherheit Geräte, personenbezogene Daten und Privatsphäre schützen, Gesundheit und Umwelt schützen

Kritischer Umgang mit Technik und Medien
Das Verstehen von Chancen, aber auch von möglichen Folgen, Risiken und potenziellen Gefährdungen bei der Anwendung von modernen Technologien und Medien.

Orientierungskompetenz Technologische Innovationen im Horizont eigener Werte und Präferenzen sowie gesellschaftlicher Normen zu beurteilen, auf die eigene Lebenslage abzustimmen und vor diesem Hintergrund verfügbar zu machen oder abzulehnen.

Kritisch und reflektiert Geräte und Medien nutzen

Reflexionspraxis Über Chancen, Risiken und Gefahren reflektieren und basierend darauf Geräte und Medien nutzen oder ablehnen.

Dimension 6

Problemlösen und Weiterlernen
Technische Probleme lösen, Digitale Kompetenzlücken erkennen, kreativ mit digitalen Technologien umgehen

nicht vorhanden

Die Fähigkeit auftretende Probleme autonom zu lösen und sich neues Wissen selbstständig anzueignen.

Explorationspraxis Mit Problemen selbstbestimmt umgehen können, Neugier laufend bestehendes Wissen zu erweitern

Besteht eine digitale Kluft in Österreich zwischen älteren und jüngeren Menschen?

Generell zeigen die zuletzt verfügbaren Daten der IKT-Erhebung der Statistik Austria, dass das Internet von einem Großteil der österreichischen Bevölkerung (94%) regelmäßig genutzt wird. 67% der österreichischen Bevölkerung konsumieren Medien und Unterhaltung online, 57% shoppen über das Internet. Trotz dieser weiten Verbreitung des Internets bestehen allerdings weiterhin Unterschiede zwischen Altersgruppen: Jede:r zehnte (10%) der 55-bis-64 Jährigen nutzt das Internet nicht, sowie jede:r Dritte (30%) zwischen 65 und 74 Jahren. Obwohl sich das Internet in der Gesellschaft also weiter verbreitet, zeigen sich bestehende digitale Ungleichheiten zwischen jüngeren und älteren Altersgruppen in der österreichischen Gesellschaft.

Abbildung 2: Anteil der Personen mit Internetnutzung in den letzten drei Monaten nach Alter 2002 bis 2022

Kritisch ist bei diesen Auswertungen anzumerken, dass Personen über 74 Jahren aus der Erhebung ausgeschlossen sind und damit keine Daten zur Internetnutzung von Hochaltrigen in Österreich vorliegen. Aus dem vorliegenden linearen Alterseffekt lässt sich allerdings schließen, dass eine digitale Kluft auch hinsichtlich der Personen über 75 Jahren in Österreich besteht und sogar größer ist als bei jüngeren Altersgruppen.

Die folgenden Grafiken zeigen die altersspezifische Nutzung nach Bereichen geordnet.


Abbildung 3 zeigt nochmals die altersspezifische Nutzung des Internets, diesmal in Form von Nutzungsprofilen: Jede Linie repräsentiert eine Altersgruppe, wobei hier alle erhobenen Nutzungsgründe auf einmal dargestellt werden, geordnet nach dem Anteil in der Gruppe der 65 bis 74-Jährigen AnwenderInnen.

Abbildung 3: Zweck der Internetnutzung in den letzten drei Monaten nach Alter 2022

Wie lässt sich diese bestehende digitale Kluft erklären?

Daten der 2021 durchgeführten Erhebung „Bildung und digitale Kompetenzen im Alter”, in der Über-65-Jährige zu ihren digitalen Praktiken befragt wurden zeigt, dass sich im Alter vielfältige Gründe für die Nicht-Nutzung digitaler Geräte finden lassen. Am häufigsten geben ältere Nicht-Nutzer:innen des Internets an, dass sie keinen Bedarf sehen, das Internet zu nutzen. Bemerkenswert ist dabei, dass sich erfolgreiche „Proxy-Nutzung” im Alter finden lässt, das bedeutet: Viele Menschen im Alter nutzen zwar das Internet nicht selbst, geben aber an, andere Personen in ihrem Umfeld zu haben, die das für sie tun können (46%).

Gleichzeitig zeigt sich allerdings, dass ein Teil der älteren Bevölkerung auch von digitalen Umwelten ausgeschlossen ist, weil etwa die Kosten für ein Gerät zu hoch sind (13%) oder die Angst besteht, bei der Nutzung etwas kaputt zu machen (12%). Auch gibt ein Teil der Befragten an, keine Lernangebote zu finden (4%). Dies verdeutlicht, dass es für einen Teil von älteren „Offlinern” Unterstützungsangebote braucht, um das Erlernen digitaler Geräte zu fördern und kostengünstige Geräte zu erhalten. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass digitale und soziale Ungleichheit eng zusammenhängen – so sind für sozio-ökonomisch marginalisierte Personen im Alter weniger Möglichkeiten gegeben, digitale Teilhabe zu leben während besonders privilegierte Gruppen im Gegenzug besonders hohe digitale Kompetenzen aufweisen. Die digitale Kluft im Alter lässt sich so also hauptsächlich als ein Resultat sozialer Ungleichheiten erklären, die innerhalb der älteren Bevölkerungsgruppe in Österreich bestehen.

Konkrete digitale Praktiken

Welche digitalen Geräte und Medien werden im Alter genutzt?

Bei dieser bestehenden digitalen Ungleichheiten nutzt ein Großteil der Bevölkerung über 65 Jahren in Österreich das Internet regelmäßig. Besonders beliebt sind dabei Kommunikationsapps wie WhatsApp, die auf Smartphones verwendet werden. Ein zweiter wichtiger Praxisbereich der Digitalität älterer Menschen ist der Unterhaltungssektor: 24% nutzen regelmäßig YouTube oder soziale Medien wie Facebook (21%).

Abbildung 4: Verteilung der Nutzungshäufigkeit verschiedener digitaler Geräte und Medien nach Altersgruppen (n=814)

Wie gehen ältere Menschen mit Gefahren im Internet um?

Sicherheit in der Nutzung digitaler Anwendungen spielt für alle Altersgruppen eine Rolle. Die Auswertung zum Umgang älterer Menschen mit Gefahren im Internet zeigt hier allerdings ein deutliches Altersgefälle innerhalb der älteren Bevölkerung auf. So scheinen sich Personen zwischen 65 und 69 Jahren intensiver mit Gefahren im Internet und möglichen Strategien um Umgang damit auseinanderzusetzen als Personen über 80 Jahren. In dieser Altersgruppe ist allerdings der Anteil jener erhöht, die angeben, dass sich andere Personen für sie um die Sicherheit im Netz kümmern.

Abbildung 5: Sicherheitsvorkehrungen im Internet der Befragten nach dem Alter

Welche digitalen Kompetenzen haben unterschiedliche Zielgruppen im Alter?

In einem zweiten Schritt wurden in der Analyse unterschiedliche Variablen zu Kompetenzprofilen digitaler Kompetenz im Alter verdichtet und untersucht, bei welchen älteren Zielgruppen sich besonders hohe und besonders niedrige digitale Kompetenzen finden lassen. Dabei werden verschiedene soziodemographische Merkmale, Vorstellungen über Technik und persönliche Vorstellungen herangezogen, um zu analysieren, inwiefern ältere Personen eine minimale, begrenzte, weitgehende oder umfangreiche Praxis digitaler Nutzung haben. Identifiziert wurden dabei vier Gruppen: 1) Personen mit minimaler digitaler Praxis, 2) Personen mit begrenzter digitaler Praxis, 3) Personen mit weitgehender digitaler Praxis und 4) Personen mit umfangreicher digitaler Praxis. Mit Hilfe von multinominalen logistischen Regressionsmodellen wurde die Wahrscheinlichkeit unterschiedlicher sozio-ökonomischer Gruppen geschätzt, zu einer dieser vier Gruppen zu gehören. Die Ergebnisse dieser Regressionsmodelle sind in Abbildung 6 dargestellt.

Abbildung 6: Multinominales logistisches Regressionsmodell zu den vier Praxisprofilen (© Kolland, Bohrn, Rohner, Greber, Gallistl 2022)
Tabelle 2: Multinominales logistisches Regressionsmodell zu den vier Praxisprofilen (© Kolland, Bohrn, Rohner, Greber, Gallistl 2022)

Eine Person mit umfangreicher digitaler Praxis ist signifikant jünger, höher gebildet und nimmt das Internet eher als Mittel zur sozialen Teilhabe wahr als Personen mit minimaler digitaler Praxis. Darüber hinaus sind Personen, die zu dieser Gruppe gehören, signifikant häufiger Männer und leben in Mehrpersonenhaushalten. Zusätzlich spielen auch persönliche Einstellungen eine Rolle, da eher Personen eine umfangreiche digitale Praxis aufweisen, welche eine gewinnorientierte Vorstellung vom Alter haben und eine hohe Selbstwirksamkeit (Erwartung mit Problemen selbstständig umgehen zu können) aufweisen.

Insgesamt zeigt sich, dass digitalen Kompetenzen im Alter erstens ein Spiegel sozialer Ungleichheiten sind, die das Leben im Alter kennzeichnen. So ist der Bildungsstand einer der zentralen Variablen, der den Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen erklärt. Daneben spielen auch individuelle Einstellungsmerkmale eine Rolle: einerseits haben Personen, die das Internet als Mittel zur sozialen Teilhabe einschätzen höhere Kompetenzen, andererseits Personen, die sich selbst als selbstwirksam wahrnehmen. Deutlicher als das Alter beeinflusst zudem Gender die digitalen Kompetenzen im Alter: Ältere Männer haben eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, hohe digitale Kompetenzen zu haben als ältere Frauen.

Fazit

Mit der fortschreitenden Verbreitung digitaler Technologien im Alltag gewinnen digitale Kompetenzen zur Gestaltung eines selbstbestimmten und erfolgreichen Alters an Bedeutung. Die Forschung zeigt dabei auf, dass trotz weit verbreiteter Internetnutzung in Österreich generell weiterhin eine digitale Spaltung – vor allem zwischen jüngeren und älteren Bevölkerungsgruppen - besteht. 2022 hat etwa ein Viertel der Personen zwischen 65 und 74 Jahren in Österreich das Internet nicht regelmäßig genutzt.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz digitaler Ungleichheiten die Lebensbedingungen unterschiedlicher Gruppen älterer Menschen in Österreich heute kennzeichnen. So zeigt sich einerseits eine hohe Kompetenz zur Nutzung digitaler Geräte sowie eine intensive Auseinandersetzung, etwa auch mit Sicherheitsfragen, vor allem bei jüngeren Alten und Personen mit hohem sozio-ökonomischem Status. Niedriger Bildungsstand und niedrige sozio-ökonomische Ressourcen hingegen gehen im Alter mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der digitalen Exklusion einher.

Deutlich wird so vor allem die Notwendigkeit von niederschwelligen Bildungsangeboten für jene Menschen im Alter, die noch nicht von der Digitalisierung profitieren und sie als Ausschluss erleben. Das betrifft vor allem hochaltrige Personen, ältere Menschen mit niedrigem Bildungsstand und niedrigen finanziellen Ressourcen.

Zum Weiterlesen

Literatur