Wohn- und Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich auf einen Blick

Autor:in

Rebekka Rohner BA MA

Wohnen und alternative Wohnformen im Alter

In Niederösterreich gibt es ein flächendeckendes Angebot an Pflege- und Wohneinrichtungen für ältere Menschen. Die folgenden interaktiven Landkarten und Tabellen geben einen Überblick über die flächendeckende Struktur. Gleichzeitig zeigen die Landkarten den prozentualen Anteil der über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in dem jeweiligen Bezirk bzw. der Gemeinde an. Diese Themenseite dient also dazu einen detaillierten Strukturüberblick über Pflege- und Betreuungseinrichtungen zu geben.

In Niederösterreich gibt es 105 Pflegeheime, wovon 48 von der Landesgesundheitsagentur (LGA) betrieben werden und 57 von privaten Trägerorganisationen (Stand 2023). Stationäre Pflegeheime sind für Menschen gedacht, die intensive Pflege und Betreuung sowohl am Tag als auch in der Nacht benötigen. Dementsprechend ist für die Aufnahme in ein Pflegeheim mindestens Pflegestufe 4 erforderlich. Im Bedarfsfall kann allerdings auch bei niedrigerer Pflegestufe ein Einzug in ein Pflegeheim beantragt werden (z.B. Demenz, soziale Indikation etc.).

Zukunftsrelevant sind alternative Wohnformen, die eine Abstufung der Betreuung und Pflege ermöglichen und eine stärkere regionale Integration bieten können. Dementsprechend sind in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Wohnbauförderung für barrierefreies und begleitetes Wohnen des Landes eine Vielfalt an derartigen Wohnformen entstanden. Noch sind diese Wohnformen jedoch nicht Teil der Pflegeversorgung, weshalb es kaum Informationen über die Inanspruchnahme oder Betreuungsarten gibt. So gehört das begleitete Wohnen zum Wohnbau und zeichnet sich durch eine Vielzahl an gemeinnützigen und privaten Bauträgern aus, die in Kooperation mit ehrenamtlichen und sozialen Einrichtungen verschiedene Formen von Betreuung anbieten. Dementsprechend gibt es kein einheitliches Betreuungskonzept von begleiteten Wohnformen. Imhof und Mahrer-Imhof (2018) haben vier verschiedene Stufen von betreuten Wohneinrichtungen für den Kontext der Schweiz unterschieden:

  1. Wohnform mit inkludierten Angeboten der mobilen Pflege und Betreuung, sowie Unterstützung durch spezialisiertes Fachpersonal für Palliativpflege und Demenz
  2. Wohnform mit inkludierten Angeboten der mobilen Pflege und Betreuung
  3. Wohnform mit zusätzlichen Aktivierungsangeboten
  4. Wohnform mit Entlastung bei Haushaltstätigkeiten

Im aktuell entstehenden Pilotprojekt Seniorenwohnen des Landes Niederösterreich soll in weiterer Folge an dieser bereits existierenden Struktur betreuter und barrierefreier Wohnformen mit neuen Pflege- und Betreuungskonzepten angesetzt werden.

Die untenstehende Tabelle gibt die Informationen der Wohnbauförderung des Landes wieder und zeigt, welche Wohnprojekte eine Förderung erhalten haben.

Übersicht der Wohneinrichtungen in NÖ

Die folgenden interaktiven Landkarten zeigen zum einen den Anteil der ab 80-jährigen Bevölkerung in den Bezirken und Gemeinden, sowie das vorhandene Angebot an Pflege- und Wohneinrichtungen.

Nach Bezirk

Nach Gemeinde

Tabellarische Übersicht der Wohneinrichtungen in NÖ

Die folgende interaktive Tabelle gibt einen Überblick über die Wohneinrichtungen für ältere Menschen in Niederösterreich und ermöglicht die Suche nach Einrichtungen in Bezirken und Gemeinden.

Literatur

  • Imhof L. & Mahrer-Imhof R. (2018). Betreutes Wohnen in der Schweiz: Grundlagen eines Modells. Studie im Auftrag von CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz, Spitex Schweiz. Winterthur: Nursing Science & Care GmbH